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Robben Island - Geschichte pur |
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Blickt man von der südafrikanischen Metropole Kapstadt aus auf den
Atlantischen Ozean, so wird man weit draußen in der Tafelbucht einen
unscheinbaren Flecken Land entdecken: Robben Island, das seinen Namen
zahlreichen dort beheimateten Seehunden verdankt.
Doch so unscheinbar
die Insel dort im Atlantik liegt, so bedeutend ist sie für die
Geschichte und die Entwicklung der Republik Südafrika. Bereits im 16. Jahrhundert wurde sie von den holländischen
Kolonialherren als Sträflingskolonie genutzt, interniert wurden dort
Aufständische der einheimischen Khoikhoi - Stämme. Hatten in der Zeit
zwischen den Weltkriegen die Briten vorübergehend einen
Militärstützpunkt auf dem Eiland errichtet, so fungierte es seit 1961
wieder als Gefängnis. Das kalte Wasser und die gefährlichen Strömungen
rund um Robben Island machten die Insel zu einem der bestbewachten
Internierungslager weltweit. So wurden neben einigen Kriminellen
überwiegend politische Häftlinge, meist Gegner der Apartheid, hierher
geschickt.
Prominentester Vertreter war Nelson Mandela, der spätere
Friedensnobelpreisträger und Präsident Südafrikas. Nach und nach rangen
die unter menschenunwürdigen Bedingungen Inhaftierten der Regierung
Zugeständnisse ab, 1971 wurde ihnen auch das Studieren gestattet. Der
Umstand, dass Mandela zahlreiche seiner Leidensgenossen zum
Selbststudium anregte, brachte dem Gefängnis den Beinamen Mandela
University. 1994 schließlich wurde die Haftanstalt aufgelöst.
Heut ist die Insel eine Stätte des nationalen Gedenkens und seit 1999
Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Das ehemalige Gefängnis dient als
Museum, ausschließlich ehemalige Häftlinge führen Besucher der Insel
durch die Räumlichkeiten. Über die Grenzen Südafrikas hinweg gilt Robben Island heute als Symbol
des Sieges des menschlichen Geistes über Folter und Unterdrückung.
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