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Als Kap der Guten Hoffnung wird ein in der Passage zwischen
Atlantischem und Indischem Ozean in der südafrikanischen Provinz West -
Kap gelegenes Felsenkliff bezeichnet.
Einer der größten Irrtümer unserer Zeit ist der, dass es sich bei dem
Kap um den südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents handelt.
Diesen jedoch stellt vielmehr das wenige Kilometer entfernt gelegene
Kap Agulhas, das Nadelkap, dar, hier liegt auch die geografische Grenze
zwischen beiden Ozeanen. Eine ungleich größere Bedeutung als das
geografisch markantere Nadelkap erlangte das Kaap die Goeie Hoop, wie
es auf Afrikaans heißt, durch eine unter Wasser liegende, zerklüftete
Felslandschaft, deren Spitzen weithin sichtbar zwischen 50 Zentimetern
und 3 Metern unter der Wasseroberfläche in die Höhe ragen. Einer
Legende zufolge liegen hier die Wurzeln des Namens des Kaps: Seefahrer
des ausgehenden Mittelalters bis weit in die Neuzeit hinein umschifften
diesen Bereich weiträumig in der Hoffnung, den scharfkantigen Felsen zu
entgehen.
Etwa 3.000 Schiffswracks in den Gewässern zeugen davon, dass
sich diese Hoffnung, nicht zuletzt durch aufeinander treffende,
unberechenbare Winde, häufig nicht erfüllte.
Heute ist das Kap der Guten Hoffnung eine der meistbesuchten
Touristenattraktionen Südafrikas.
Neben dem Mythos des Kaps sind es der
raue Charme der zerklüfteten Felsen und die Schönheit dieser
urtümlichen, spärlich mit Gras bewachsenen Landschaft, welche die Gäste
des Landes hierher locken.
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