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Boo Kaap - eine malerische Welt |
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Bei einer Reise nach Kapstadt sollte man auf jeden Fall das Viertel Boo
Kaap besuchen. Hier wohnen die Nachkommen jener Sklaven, welche in der
zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Asien nach Kapstadt gebracht
wurden.
Heutzutage werden sie als Kapmalayen bezeichnet, auch wenn der
Anteil der Malayen unter ihnen eher gering ist. Die Holländische
Ostindische Gesellschaft hatte ab dem Jahr 1658 viele Menschen aus
Madagaskar, Indonesien, Ceylon und Indien hierher gebracht. Sie alle
sind durch den islamischen Glauben miteinander verbunden und es gelang
ihnen bis heute sich ihre kulturelle Tradition zu bewahren.
Bei einem Bummel durch dieses Stadtviertel kommt man sich in das
Märchen von Tausend und Eine Nacht versetzt vor. Die Häuser sind bunt
angemalt und zum Teil sehr gepflegt. Viele steile Gassen mit ihrem
holperigen Kopfsteinpflaster verstärken den Eindruck in einer anderen
Welt zu sein. Lohnend ist ein "Schnupperausflug" in die malayische
Küche. Die Gerichte sind, auch für europäischen Geschmack, sehr gut
zubereitet und köstlich.
Alkohol allerdings ist im ganze Boo Kaap
Viertel streng verboten.
In einem der ältesten Häuser, welches liebevoll renoviert wurde,
befindet sich das Boo Kaap Museum. Dieses spiegelt die Cape-Muslim
Kultur, die Kultur der Kapmalayen.
Touristen,die im Winter Kapstadt besuchen, haben eventuell das Glück am
2. Januar den Coon Carneval zu erleben. Das bunte rauschende
Straßenfest wurde von den Sklaven begründet die am 1. Januar ihren
einzigen freien Tag hatten. Dieser malerische Umzug mit seiner
mitreißenden Musik und den farbenfrohen Kostümen wird dem Urlauber
unvergeßlich bleiben.
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